Sportclub Siebnen 1958

, G.Ferramosca

Der SCS gewinnt auch gegen den 2. Verfolger

Der SC Siebnen scheint im entscheidenden Moment der Saison nochmals richtig Fahrt aufgenommen zu haben.

Nach dem hochklassigen Sieg gegen den direkten Verfolger FC Freienbach 2 wartete am Sonntagmorgen mit dem FC Wettswil Bonstetten 2 bereits der nächste Aufstiegskandidat auf die Märchler. Doch auch gegen diese Reserve eines 1.-Ligisten zeigte der Leader vor allem in der ersten Halbzeit eine beeindruckende Vorstellung. Die Partie begann für die Gäste aus der March traumhaft. Bereits im ersten Angriff nach zwei Minuten entwischte der schnelle Bambana über die rechte Seite. Seine scharf getretene Hereingabe streifte die Unterkante der Latte und schlug unhaltbar zum frühen 1:0 ein. Die Siebner blieben aggressiv und zielstrebig. In der 10. Minute setzte Hofer energisch nach, schnappte sich den Ball vor dem herausgeeilten Torhüter und schob souverän zum 2:0 ins leere Tor ein.

Der SCS dominierte die erste Halbzeit mit grossem Einsatz, viel Laufarbeit und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die intensive erste Hälfte kostete jedoch sichtbar viel Kraft. Nach dem Seitenwechsel kamen die Zürcher Gastgeber deutlich aktiver aus der Kabine und erhöhten den Druck kontinuierlich. Wettswil Bonstetten drängte die Märchler immer tiefer in die eigene Platzhälfte zurück.

Die Siebner verteidigten mit Kopf, Fuss und grossem Kampfgeist. Doch nach einer längeren Druckphase fiel in der 70. Minute der verdiente Anschlusstreffer für die Gastgeber. Nun entwickelte sich ein regelrechter Abnützungskampf. Der Leader kam kaum mehr aus der eigenen Hälfte, stemmte sich aber mit enormem Willen gegen die Angriffswellen der Zürcher.

Mit Erfahrung, Leidenschaft und letzter Kraft brachte der SC Siebnen den knappen Vorsprung schliesslich über die 95 Minuten und feierte einen enorm wichtigen Auswärtssieg. Damit behaupten die Märchler mit 40 Punkten die Tabellenführung und halten die beiden Verfolger weiterhin mit vier beziehungsweise fünf Punkten auf Distanz.

die beiden Siebner-Torschützen (Bambana, Hofer)

Telegramm

FC Wettswil Bonstetten 2 - SC Siebnen  1:2 (0:2)
Ausserdorf, 120 Zuschauer, SR: Mateja Trifunovic

SCS: Mächler, Nigro, Talevic, Materazzi, Bambana, Gar, Iborra, Harsch, Bullaku, Galvez, Hofer. Reserve: Lleshaj, Hasanbasic, Stäger, Müller, Dervishi, Junuzi, Eric.
Tore: 2. 0:1 (Bambana), 10. 0:2 (Hofer), 70. 1:2 FCWB. Verwarnung: 2 Gelb SCS, 2 Gelb und 1 Rot für FCWB (90’: N. Gulnov Tätlichkeit).

 

 

 

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Spitzenspiel SCS vs. FC Freienbach 2
SCS-FCF  3:2

Die Freienbacher, mit nur einem Punkt Rückstand auf Leader Siebnen, reisen ins Ausserdorf – im Gepäck eine Mannschaft, die mit mehreren Spielern aus dem 1.-Liga-Team verstärkt ist. Dies unterstreicht den grossen Willen der sportlichen Leitung, mit dem zweiten Team den Aufstieg in die 2. Liga zu realisieren. Gleichzeitig zeigt es aber auch den nötigen Respekt gegenüber den Märchlern.

Doch gerade solche Spiele und starke Gegner wirken auf Siebnen besonders motivierend. Die über 400 Zuschauer sahen ein Heimteam von seiner besten Seite: dominant im Auftreten und mit zahlreichen offensiven Aktionen immer wieder gefährlich vor dem starken Höfner Torwart.

Trotz zweimaligem Rückstand kämpfte sich das Heimteam dank grossem Einsatz zurück ins Spiel. In einer intensiven Schlussphase bewiesen die Siebner Moral, drehten die Partie und sicherten sich einen verdienten 3:2-Sieg. Ein wichtiger Erfolg gegen einen starken Gegner.

Damit halten sie ihre Aufstiegschancen weiterhin am Leben. Zwar stehen noch einige wichtige Spiele an, doch an diesem Sonntag dürfen sie den Erfolg in vollen Zügen geniessen.

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Auszüge aus dem Pressebericht von Bruno Füchslin:
"Der ultimative Spitzenkampf zwischen Siebnen und Freienbach 2 sah die Gastgeber als 3:2-Gewinner. Sie holten zweimal einen Rückstand auf und kamen mit dem so gut wie letzten Angriff zum Siegtreffer".

"Tolle Kulisse
Manch Erstligist wäre um so einen Zuschaueraufmarsch froh: An die 400 Besucherinnen und Besucher fanden sich rund um den Kunstrasenplatz im Ausserdorf ein, um zu sehen, was dieser Spitzenkampf punktemässig wie qualitativ bieten sollte".

«Fans haben Mithilfe geleistet»
Manasse Bambana, Torschütze zum für den SCS wichtigen Ausgleich, schwelgte in Freude: «Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir die drei Punkte holen. Ein aussergewöhnliches Spiel, das ohne unsere treuen Fans eventuell keine Kehrtwende erfahren hätte; auch sie haben ihren Anteil beigetragen.» Freienbachs Co-Trainer Marcel Kormann: «Kein Vorwurf an mein Team; es hat gegeben, was es zu geben hatte. Siebnen hat aber unter dem Strich wohl ein Mü mehr Willen aufgebracht. Dennoch: Entschieden ist betreffend erstem Rang noch rein gar nichts. Man darf vermuten, dass die Promotions-Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt.» 

Nächstes Gipfeltreffen
Und wie gehts für die beiden Teams weiter? Siebnen hat am kommenden Sonntag ein nächstes Gipfeltreffen zu absolvieren. Beim neuen Tabellenzweiten Wettswil-Bonstetten 2 gilt, den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Zürcher zu verteidigen, im besseren Fall zu vergrössern. Freienbach muss beim Tabellenletzten Horgen 2 nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Partien wieder zum Siegen zurückkehren, da hinter den Höfnern mit Kilchberg-Rüschlikon ein weiteres Team Gruppensieg-Ambitionen hegt. Und wieder gilt für alle Spitzengruppe-Involvierten: Das «Damoklesschwert Strafpunkte» schwebt in allen Partien im Hintergrund mit …

Siebnen – Freienbach 2 3:2 (1:2)
Ausserdorf. 390 Zuschauer. SR: Daniel Riesen.
Tore: 26. Straub 0:1. 32. Gar 1:1. 38. Hajrizi 1:2. 79. Bambassa 2:2. 90.(+2) Lleshaj 3:2.
Siebnen: Mächler; Bambana, Materazzi, Talevic, Nigro; Bullaku, Iborra, Harsch, Gar; Galvez, Hofer. – Zur Disposition: Junuzi, Dervishi, Lleshaj, Lüönd, Forgione, Müller, Hasanbasic.
Freienbach: Haldemann; Schnelli, Tritten, Pfeiffer, Fernandes; Streckhardt, Marcon, Jérôme Stähli, Hajrizi; Straub, Markic. – Zur Disposition: Geiger, Bisig, Babic, Maurice Stähli, Leon De Maddalena, Burkart, Jacoviello.
Bemerkungen: Siebnen ohne Stäger, Abazaj und Eric (alle verletzt), Ronner (Militär), Kesten und Geyer (kein Aufgebot) sowie Corciulo (krank). Freienbach ohne Pfyl, Zurbuchen und Maliqi (alle verletzt), My (Militär), Miclea, Niclas De Maddalena und Kocev (Familie), Weber (privat), Miggiano (Ferien) und Desan (Aufbautraining). Verwarnungen: 20. Hajrizi (Foul). 34. Gar (Foul). 34. Talevic (Foul) 34. Jérôme Stähli (Reklamieren). 75. Bambana (Foul). 86. Galvez (Reklamieren). Corners 3:5 (2:2).

Der ausführliche Bericht von Bruno Füchslin ab Dienstag im March Anzeiger

32' Gar: 1:1

 

38. Hajrizi: 1:2
 

79. Bambassa 2:2

90.(+2) Lleshaj 3:2

 

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SC Siebnen stolpert bei Lachen/Altendorfs «Zwei»
Von Bruno Füchslin

Es war wohl die Überraschung der Gruppe-1-Partien: Tabellenführer Siebnen kehrte mit einer 2:3-Niederlage vom Peterswinkel nach Hause zurück.  Der Zweitore-Rückstand zur Pause bedeutete eine zu grosse Hypothek. Schritt für Schritt und Wochenende für Wochenende dem Saisonschluss entgegen: Zur 15. Meisterschaftsrunde empfing Lachen/Altendorfs «Zwei» am Sonntagnachmittag den SC Siebnen. Für die Gastgeber war die Spielzeit vor diesem Derby bereits so gut wie gelaufen: Im sicheren Ranglisten-Mittelfeld klassiert, betrug die Punktedifferenz zur Spitze 13 und zum oberen Relegationsrang 14 Einheiten. Kaum anzunehmen, dass sich daran bis zum Ultimo am 21. Juni Gravierendes ändert. Anders beim Gruppen-Primus: Für Siebnen werden nach diesem FCLA-Nuller die verbleibenden Partien zur echten Prüfung, wenn die angestrebte Promotion endlich gelingen soll.


Defensiv anfälliger SCS
Eher vorsichtig die Vorab-Prognose von FCLA-Trainer Urs Albrecht betreffend der Ausgangslage: «Wir müssen eine 100 Prozent-Leistung abliefern; bei Siebnen müsstens wohl 70% sein.» Gemessen an der im ersten Abschnitt Gezeigten lag Albrecht doch ziemlich daneben; die Zahlen hätten einem Umgekehrt-Fall eher entsprochen. Nicht allein, was die Torchancen betraf; in dieser Sparte hatte der FCLA gar deutliche Vorteile. Daraus resultierten Treffer, die mit dem ersten Einschuss – ein leicht abgefälschter 19-Meter-Freistoss von Haris Hasanbasic – eine erste, frühe Führung ergab (7.). Siebnen glich acht Minuten später aus; auf eine weite Seitlich-Flanke hin stand Eldon Bullaku beim hinteren Pfosten völlig frei und traf zum 1:1.
Indes machte die Defensive der favorisierten Gäste keinen standsicheren Eindruck. Dies die Erklärung, weshalb Dario Mauro allein auf Simon Mächler losziehen und diesen auch bezwingen konnte (18.). Siebnens Reaktion fiel spärlich aus; es fehlten Ideen, um die Lachner Abwehr in Bedrängnis zu bringen. So fiel ein weiterer Treffer wieder für die Lachner; erst traf Albrecht mit semselben Versuch beide Pfosten, ehe Petar Smitran den Zweitore-Vorsprung wieder herstellte (29.).

Hochmotiviertes Heimteam

So entwickelte sich die zweite Hälfte zur echten Gäste-Prüfung. Die einheimische Defensive so unter Druck zu setzen, dass daraus zwangsläufig dringend nötige Treffer entstünden, liess sich so gut wie nur optisch umsetzen. Erneut stand Siebnen einem Team gegenüber, das mit Fortdauer der Partie hochmotiviert verteidigte und jeden Zweikampf noch so gerne annahm – eine ähnliche Konstellation wie bei der mit 0:1 verlorenen Buttikon-Partie vom 9. April. Erst im Anschluss an dessen ersten (!) Eckball kam Siebnen durch Milen Eric auf 2:3 heran (81.), fand danach aber keine weiteren Lücken vor.

Effizienz und Präsenz
Ein strahlender FCLA-Torschütze Dario Mauri sah sein Team als jenes, das «über den Kampf gewonnen» hat: «Nach der gelungenen Effizienz im ersten Abschnitt folgte im zweiten Durchgang eine hoch motivierte Präsenz, die mit dem Dreier belohnt wurde. Siebnen hatte keine Ideen, unsere Motivation zu dämpfen.» Enttäuscht hingegen Siebnens Alessandro Nigro:
«Wir waren nicht parat, hatten zu wenig Eier, traten ohne Persönlichkeit auf. Lachens für uns so ernüchternde Pausenführung war auf Grund dessen verdient.»

So hat sich neu diese Konstellation ergeben: Siebnen führt nach wie vor die Tabelle mit gehabten 34 Punkten an, spürt dahinter aber Freienbach 2 (33) und Wettswil-Bonstetten (32) echt im Nacken. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) gastiert Freienbach 2 zum ultimativen Spitzenkampf auf dem Ausserdorf. Ob eines der beiden Ausserschwyzer Teams aufsteigt, könnte wegweisend werden – es sei denn, Wettswil-Bonstetten zeigte den Aspiranten bei Saisonende die berühmte «lange Nase». Die Zürcher empfangen am Sonntag Siebnen-Bezwinger FCLA 2. 

Lachen/Altendorf 2 – Siebnen 3:2 (3:1)
Peterswinkel. 170 Zuschauer. SR: Justin Lüthi.
Tore: 7. Haris Hasanbasic 1:0. 15. Bullaku 1:1. 18. Mauri 2:1. 29. Smitran 3:1. 81. Eric 3:2.
FCLA: Fontana; Kistler, Hunziker, Filippelli; Steinegger, Albrecht, Tremp, Bytyqi; Smirtan, Haris Hasanbasic, Mauri. – Zur Disposition: Praino, Tedros, Bünter, Cecala, Sieffer, Kurmann, Hoppe.
Siebnen: Mächler; Bambana, Materazzi, Harsch, Talevic; Bullaku, Eric, Iborra de la Fuente, Nigro; Lleshaj, Hofer. – Zur Disposition: Stäger, Dervishi, Gar, Lüönd, Forgione, Müller, Bilal Hasanbasic.
Bemerkungen: FCLA ohne van Veen, Bajrami und Tellenbach (alle verletzt), Robin Bänziger (Aufbautraining), Dimitriev, Milles und Timo Bänziger (alle privat) sowie De Angelis (nicht aufgeboten). Siebnen ohne Junuzi, Galvez und Abazaj (alle verletzt), Ronner (Militär) Kesten (Ferien) sowie Geyer (nicht aufgeboten). 66. FCLA-Torhüter Fontana scheidet verletzt aus und wird durch Hoppe ersetzt. 84. Lattenschuss Sieffer. Verwarnungen: 22. Bytyqi (Foul). 90.(+4) Sieffer (Spielverzögerung). Corners 2:1 (1:0).

 

 

 

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der SCS wieder auf Kurs
19.4.26

Der SCS gewinnt zuhause das enorm wichtige Spiel gegen die Reserve des FC Thalwil. Wie erwartet war es ein schwieriger Gegner mit einigen starken Einzelspielern und einer kompakten Mannschaftsleistung. Die Siebner wussten genau, worum es ging. Nachdem sie im letzten Spiel höchst unglücklich den 5-Punkte-Vorsprung auf den FC Freienbach eingebüsst hatten, wäre eine weitere Niederlage fatal gewesen und hätte den Verlust der Tabellenführung bedeutet.

Entsprechend traten sie heute auf. Nach einigen Minuten des Abtastens dominierten sie das Spiel zunehmend und erarbeiteten sich mit schnellen, offensiven Aktionen mehrere Torchancen. Doch der starke Torhüter der Gäste verhinderte die verdiente Führung der heute überzeugend auftretenden Gastgeber bis zur Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig – ausser der Spielrichtung. Die Siebner hatten mehr Ballbesitz, während die Gäste mit gelegentlichen Kontern gefährlich blieben. Gegen Ende der Partie wurde das Spiel hektischer und auf beiden Seiten gefährlicher. Die Siebner hätten durch Bambana, Hofer und Bullaku die längst fällige Führung längst erzielen müssen.

Doch erst in der 83. Minute fiel das erlösende 1:0: Nach einer schnellen Aktion über die linke Seite setzte sich der heute sehr aktive Bullaku bis zur Grundlinie durch und flankte scharf in den Strafraum, wo Lleshaj goldrichtig stand und zum vielumjubelten Führungstreffer einschob.

In den letzten zehn Minuten kam nochmals richtig Tempo und Spannung auf. Doch erneut waren es die Siebner, die zuschlugen: Fast identisch wie beim ersten Treffer wurde Lleshaj von Bullaku bedient und besiegelte mit dem 2:0 den verdienten Sieg. Kurz vor dem Schlusspfiff hatten die Gastgeber sogar noch das 3:0 auf dem Fuss, doch es blieb beim hochverdienten 2:0-Endstand.

Da Freienbach ebenfalls gewann – wenn auch etwas glücklich – bleibt es an der Spitze weiterhin spannend.

Bemerkung:
Bereits in der 1. Minute kam es zu einem unglücklichen Zusammenprall zwischen einem Thalwiler Spieler und Fernando Galvez. Dabei zog sich Galvez eine Kopfverletzung zu und musste zur weiteren Behandlung ins Spital gebracht werden. Der SCS wünscht seinem Kaderspieler eine rasche und vollständige Genesung.

Telegramm

SC Siebnen – FC Thalwil 2  2:0 (0:0)
Ausserdorf, 120 Zuschauer, SR: Eric Bojan

SCS: Mächler, Talevic, Harsch, Materazzi, Iborra, Bullaku, Galvez, Hofer

Reserve: Lleshaj, Hasanbasic, Stäger, Müller, Dervishi, Lüönd, Ronner.

83. 1:0 (Lleshaj), 90. 2:0 (Lleshaj). Verwarnung: Bullaku.

 

 

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Der FCB holt sich die im Herbst abgegebene Punkte wieder zurück.

Bruno Füchslin

Die vorgezogene Derbybegegnung zwischen Buttikon und Siebnen endete mit einem doch eher überraschenden 1:0-Sieg der Gastgeber. Einwechselspieler Artjan Sadiki traf nach 80 Minuten wortwörtlich kopfvoran ins Punkteglück. Mit zwölf Vorrunden-Punkten in den zweiten Teil der Meisterschaft zu starten, bedeutete für Gastgeber Buttikon ein seltenes Ereignis. In den Vorsaisons war die Ausgangslage miserabel schlechter: Nur vier beziehungsweise fünf Punkte waren in der letzten Ranglisten-Spalte aufgeführt – und der Ligaerhalt gelang dennoch. Am Donnerstagabend stand mit dem SC Siebnen nicht nur der Gruppe-1-Primus gegenüber. Der SCS stellte vorab dieses Derbys die statistisch beste Mannschaft aller sechs regionalen Drittligisten (72 Teams).  Die Vorrundenpartie ging am 2. September nach einem torlosen ersten Abschnitt mit einem 3:0 an den Tabellenführer.
Beide Equipen mussten zuletzt «ins Gras beissen»: In den Viertelfinalspielen des Regionalcups verlor Buttikon beim Viertligisten Uitikon gleich mit 1:6, und Siebnen musste gegen das Zweitligateam des FC Wiesendangen (2:5 nach Penaltyschiessen) allfällige Cupfinal-Aussichten begraben. So liess sich für beide die abgedroschene und nichtssagende Floskel «wieder voll auf die Meisterschaft konzentrieren» bemühen.

So gut wie keine Torchancen
Wer da vor einer guten Zuschauerkulisse von Beginn weg Prickelndes erwartet hatte, musste fast eine halbe Stunde lang Stilles in Kauf nehmen. Ein stetiges Mittelfeld-Ringen um physische und Ballbesitz-Vorteile ergab eine fast stetige Patt-Situation. Es dauerte bis zur 28. Minute, ehe ein erster und ernster Versuch auf den Ereigniszettel zu notieren gab. Siebnens Mischa Harsch sah seinen 18-Meter-Abschluss zum Eckball gelenkt. Dann folgte eine Phase, in der die Gäste intensiver agierten. Innert fünf Minuten konnten sie drei Corners treten, die jedoch nichts einbrachten. Buttikons Abwehr spielte weiterhin konzentriert; das Torlose zur Pause war dem Gezeigten ein korrektes Spiegelbild.



SCS-Chancenplus, aber Buttikons Tor
Zu Beginn des zweiten Abschnitts spielte Buttikon auf Risiko. Man überliess den Gästen so gut wie ohne sichtbare Gegenwehr einen Drittel der eigenen Hälfte und machte so gut wie möglich «hinten zu». Zwar ergaben sich dadurch zwei, drei SCS-Chancen, ehe sich die Begegnung wieder einpendelte. Dann die 80. Minute: Der zweite Eckball Buttikons, durch Vigan Ljatifi getreten, fand beim hinteren Pfosten den ebenso eingewechselten und zu wenig markierten Artjan Sadiki, der per Kopf für die Entscheidung sorgte. Wenn auch der Winkel spitz, lag doch der Ball im Netz. Das letzte Aufbäumen der Gäste brachte nochmals zwei, drei Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben.

 

«Den Sieg mehr gewollt»
Selten so einhellig gleicher Meinung die resümierenden Kurzfazite Direktbeteiligter.
Torschütze Artjan Sadiki schwebte, obwohl am Boden stehend, im sechsten Himmel: «Mein erstes Tor diese Saison und dann gleich der entscheidende Treffer – was will man mehr? Buttikon gewinnt gegen Siebnen – das ist ja fast historisch. Wann geschah dies zum letzten Mal? War ich da schon auf der Welt? Zum Treffer: Wir haben diese Szene im Training schon mal vorgesehen und halbwegs geübt. Dass es so klappte, hat den grossen Kampfgeist des FCB belohnt.»
Deutlich geerdeter das Resümee von Siebnens Co-Trainer Marcello Trabucco: «So ist er halt, der Fussball. Uns fehlte heute die letzte Entschlossenheit zum Torerfolg. Chancen waren da, aber Buttikons Defensive war dennoch schwer bis eben unüberwindlich zu knacken.» Auch Schiedsrichter Adem Aygün – der Partie stets ein guter Leiter – sah dies ähnlich: «Siebnens Überlegenheit im zweiten Abschnitt stand ein Buttikon gegenüber, das die drei Punkte mehr gewollt hat.»

       

 

 

 

 

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Überzeugten Start für SCS 1

Der SC Siebnen startete heute zuhause gegen den starken FC Affoltern am Albis in die Rückrunde. sie gewinnen 2:1. Von Beginn an zeigten die Gäste aus dem Säuliamt eine aggressive und spielstarke Leistung. Doch auch die Märchler überzeugten mit schnellem, attraktivem Fussball und kamen mehrfach gefährlich vor das Tor von Dreifuss – allerdings ohne zählbaren Erfolg. Die besten Chancen gehörten Junuzi nach einem sehenswerten Angriff über Hofer sowie Alain Hofer selbst, doch beide verfehlten per Kopf nur knapp die verdiente Führung.

In der 24. Minute kam es dann zur spielentscheidenden Szene: Die Gäste wurden erstmals richtig gefährlich. Materazzi stoppte den durchbrechenden Stürmer mit einer Notbremse kurz vor der Strafraumgrenze – die Folge war eine direkte rote Karte. Den anschliessenden Freistoss konnten die Affolterner zur Führung nutzen: Der Ball wurde unglücklich abgelenkt und war für Mächler unhaltbar.

Damit mussten die Siebner fast 70 Minuten in Unterzahl bestreiten. Doch was dann folgte, war eine eindrückliche Reaktion: Nach taktischen Anpassungen von Trainer Spagnuolo in der Pause zeigte der SCS eine starke zweite Halbzeit. Trotz Unterzahl bestimmten die Hausherren das Spielgeschehen, hatten mehr Ballbesitz und die klareren Chancen. Von einer numerischen Unterlegenheit war kaum etwas zu spüren – im Gegenteil, der Leader bewies einmal mehr seinen Charakter.

Matchwinner war erneut Alain Hofer: Mit seinen Treffern in der 49. und 63. Minute drehte er die Partie und sicherte dem SC Siebnen drei wichtige Punkte, womit die Tabellenführung gefestigt werden konnte.

Weiter geht es bereits nächsten Donnerstag mit dem Viertelfinal im Regionalcup. Gegner ist erneut ein Zweitligist: der FC Wiesendangen.

Telegramm
SC Siebnen – FC Affoltern a.A. 2:1 (0:1)
Ausserdorf, Siebnen. 100 Zuschauer. SR: Milaim Lakna

Tore: 26’ 0:1 (N.Stähli, FCA). 49’ 1:1 (Hofer, SCS). 63’ 2:1 (Hofer, SCS).
SCS: Mächler, Harsch, Materazzi, Nigro, Bambana, Bullaku, Eric, Gar, Junuzi, Dervishi, Hofer. Bank: Müller, Ronner, Talevic, Iborra, Hasanbasic, Galvez, Lleshaj.
Trainer Spagnuolo, Trabucco.
Besonderes: 24’ Rot für Materazzi (SCS, Notbremse). 2 gelbe für SCS, 2 gelbe für FCA.

 

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Vorschau Meisterschaftsspiel – Rückrunde Saison 2025/26

 Der SC Siebnen steht einmal mehr an einem entscheidenden Punkt der Saison – und dies bereits zum vierten Mal in Folge als Tabellenführer. Nach drei Jahren, in denen der Aufstieg jeweils hauchdünn verpasst wurde, soll es in dieser Spielzeit endlich klappen. Die Voraussetzungen sind so gut wie selten zuvor: eine eingespielte, qualitativ starke Mannschaft, eine modernisierte Infrastruktur sowie klare Strukturen im Verein, die den Anforderungen der 2. Liga gerecht werden.

Trotz der vielversprechenden Ausgangslage ist allen Beteiligten bewusst, dass der Weg bis zum Ziel noch anspruchsvoll bleibt. Mit dem FC Affoltern a. A. wartet am kommenden Samstag ein Gegner, der zu Saisonbeginn selbstbewusst den Aufstieg anvisiert hatte. Auch wenn der Rückstand auf den SC Siebnen inzwischen zehn Punkte beträgt, ist die individuelle Qualität des Teams unbestritten – ein Spiel, das höchste Konzentration verlangt.

Neben Affoltern gehören auch Freienbach, Kilchberg und Wettswil weiterhin zu den ernstzunehmenden Verfolgern. Mit fünf, sieben beziehungsweise acht Punkten Rückstand bleibt das Rennen offen, auch wenn sich der SC Siebnen aktuell in einer komfortableren Situation befindet als in den vergangenen Jahren.

Die sportliche Leitung hat aus den Erfahrungen der letzten Saisons gelernt: Trotz klarer Ambitionen wird bewusst auf Bodenständigkeit gesetzt. Übermut soll vermieden werden – stattdessen gilt die Devise, jedes Spiel als Finale zu betrachten. Genau diese Haltung lebt auch die Mannschaft: fokussiert, hungrig und bereit, die Herausforderung anzunehmen.

Die Unterstützung von aussen bleibt dabei ein wichtiger Faktor. Gemeinsam will man den nächsten Schritt machen – und sich für die harte Arbeit der letzten Jahre endlich belohnen.

Hopp Siebnen!